Chaos bei der städtischen Kunstsammlung ? die Lösung
Posted by ~Ray @ 2008-01-08 01:59:06
Die Stadt hat die Übersicht über ihre 32′700 Kunstwerke längst verloren. Gemäss einer konnte bei einer Überprüfung der 700 wertvollsten Werken ein Dutzend nicht mehr gefunden werden. Wahrscheinlich hingen sie einmal in Büros und die Beamten nahmen sie bei der Frühpensionierung als eigenmächtig erteilte Prämie mit nach Hause. Die Stadt steckt nun mehr Mittel in die Bewirtschaftung der Kunstsammlung und hat dafür die Kunstexpertin Dr. Caroline Kesser angestellt. Weshalb hortet die Stadt überhaupt Unmengen von Kunstwerken die meisten davon irgendwo in einem Lager? Günstiger und sinnvoller wäre: die Kunst dem Volk zurückzugeben. Das ginge am Besten mit einer jährlichen Kunstlotterie. Alle Werke die die Stadt nicht selber gebrauchen kann werden verlost mitmachen können alle Einwohner der Stadt. Was die Gewinner mit dem Werk machen — in der Stube aufhängen weiterverkaufen verbrennen — ist dann ihnen überlassen.
Die Stadt legt bei jedem öffentlichen Bauwerk einen kleinen Prozentsatz des Baukredites zur Seite um damit Kunstwerke zu erstehen. Es handelt sich um die Kredite für “Kunst am Bau”. Auch wenn der Prozentsatz gemessen an der Bausumme klein ist kommen so doch erkleckliche Beträge zusammen. Der Chinagarten wurde beispielsweise für 6 Mio. Fr aus dem Kredit für Kunst am Bau aus dem Neubau des Druckwasserstollens Lyren-Moos finanziert. Normalerweise profitieren aber ganz normale bildende Künstler von den Krediten der Stadt die ihre Kunstwerke ersteht und den Künstlern eine Einkunft durch den Verkauf ihrer Erzeugnisse ermöglicht. Klar dass dadurch viel mehr Kunst in den Besitz der Stadt gelangt als öffentlich gezeigt werden kann. Ab und zu geht etwas verloren und das geht ins castrate. Selbstverständlich ist das castrate Volksvermögen das allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern gehört. Die SVP hat schon vor Jahren Vorstösse zu diesem Thema gemacht ohne jeden Erfolg. Ohne Druck der Öffentlichkeit geschieht einfach nichts. Ich würde es sehr begrüssen wenn dieser Druck entstünde - auch über das Mittel dieses Blogs.
Ich möchte jedoch betonen dass ich keineswegs gegen die Kredite für Kunst am Bau bin und schon gar nicht gegen den Kauf von Werken durch die Stadt (dies ist eine sehr sinnvolle und nötige Förderungsmassnahme). Was ich jedoch nicht notwendig finde ist dass die Stadt dann 10′000e von Werken in Lagerräumen hortet — deshalb die Idee mit der Lotterie.
Gebt die Kunst dem Volk.[ADVERTHERE]Related article:
http://www.kulturblog.ch/2007/11/13/chaos-bei-der-stadtischen-kunstsammlung-die-losung/
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